Sonntag, 24. Oktober 2010

Göttfried Glöckner

Gottfried Glöckner ist Landwirtschaftsmeister aus Wölfersheim, Hessen. Als einer der ersten Landwirte Deutschlands baute er versuchsweise bereits 1994 die ersten gentechnisch veränderten Pflanzen auf seinem Hof an. 1997 nahm er eine Ehrung für 110.000 kg Milch Lebensleistung der 17-jährgen Kuh „Nelke“ entgegen – Ausdruck sein Streben nach betrieblichem Erfolg. Im gleichen Jahr begann er mit dem Genmais-Anbau, ab 1998 brachte er diesen großflächig aus, um ihn an seine Kühe zu verfüttern. Zweieinhalb Jahre lief alles ohne nennenswerte Probleme, bis 2001 seine Tiere krank wurden, zwölf davon starben und er schließlich 2004 seine Milchwirtschaft aufgeben musste. Nachdem er an die Öffentlichkeit ging, um vor der Gentechnik zu warnen, wurde er – wie es aussieht unschuldig – eingesperrt und musste mit ansehen, wie seine Gründe versteigert wurden. Doch alle Versuche, ihn zu brechen, schlugen fehl: Mehr denn je spricht er Klartext, seine Vorträge stoßen auf großes Interesse.

„Es darf doch in Deutschland nicht so weit kommen, dass man einem Landwirt mehr glaubt als einem Forscher!“
Annette Schavan, deutsche Bildungs- und Forschungsministerin, als Landwirte und Konsumenten empört auf ihre Pro-Gentechnik-Argumente reagierten.
Und was sagen die Österreicherinnen und Österreicher zum Thema?

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